Freiwillige Feuerwehr Grebin

 

Großübung auf Gut Rantzau - Einsatzstichwort FEU02

Sonderlage
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Einsatzort Details

Gut Rantzau
Datum 17.09.2022
Alarmierungszeit 12:05 Uhr
Einsatzbeginn: 12:09 Uhr
Einsatzende 15:10 Uhr
Einsatzdauer 3 Std. 5 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger und Sirene
Einsatzführer Kurt Scharmukschnis
Einsatzleiter Matthias Schade
Mannschaftsstärke 18
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Grebin
Fahrzeugaufgebot   HLF 10 - 83/48/01  MZF - 83/18/01
Übung

Einsatzbericht

Leere Hallen, lost place, Jugendliche haben mit Feuer gezündelt: Dieses Szenario erwartete rund 65 Einsatrzkräfte bei einer Großübung auf dem Gut Rantzau. Mit dabei: Neun Mitglieder der Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“

Als der Himmel nach anderthalb Stunden seine Schleusen öffnet, sind die meisten der Opfer bereits geborgen. Eine Großübung mit acht Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Plön zeichnete am Sonnabend das Bild eines Einsatzgeschehens mit Brandbekämpfung, Rettung von Unfallopfern aus einem Pkw und Bergung mehrerer Menschen aus dem Obergeschoss einer alten Scheune auf Gut Rantzau.

Vor Ort sind an diesem Tag 17 Fahrzeuge und etwa 65 von 100 Aktiven der Wehren Rathjensdorf, Plön, Gowens, Dannau, Grebin, Schönweide, Engelau und Rantzau. Sie alle arbeiten auch im realen Alarmfall amtsübergreifend eng zusammen.

Aus der Luft in 120 Metern Höhe kontrolliert eine Drohne der ASB-Bevölkerungsschutzeinheit des Kreises Plön das Geschehen. „Das Auge von oben“, sagt der Luftraumbeobachter des ASB zum Auftrag, das Areal zu sichten und den Überblick zu behalten.

Im Wagen der Technischen Einsatzleitung des Kreises verfolgen derweil Karsten Hartz (Ascheberg) und Manfred Wossning (Kirchnüchel) auf einem Großbildschirm den Einsatz. Dort haben sich auch Amtswehrführer Frank Schnathmeier (Amt Großer Plöner See), sein Stellvertreter Torben Schmidt und Kreiswehrführer Karsten Krohn eingefunden.

„Ich bin sehr zufrieden“, fasst Matthias Schade, Gemeindewehrführer von Rantzau, nach mehr als zwei Stunden zusammen. Er ist Gastgeber, hat das Szenario vorbereitet. „Leere Hallen, lost place, Jugendliche haben mit Feuer gezündelt“, umschreibt er kurz die Kulisse. Gerade, als die Meldung kommt, dass sich ein Kamerad tatsächlich verletzt habe. Glücklicherweise handelt es sich um eine Handverstauchung, ein Rettungsfahrzeug braucht nicht angefordert zu werden.

Auf dem Hof qualmt es aus einer alten Öltonne, in der Holz verbrannt wird. Im Inneren einer zweiten Scheune wartet der simulierte Unfall eines Treckers mit einem Pkw. Einige Grebiner nehmen sich der Sache an. Zwei verletzte Personen müssen aus dem Fahrzeug herausgeschnitten werden. Zur gleichen Zeit holen Atemschutzgeräteträger aus der anderen Scheune das erste Opfer heraus, das in einem Holzcontainer eingeschlossen war.

Es ist Martin, eines der ehrenamtlichen Opfer, die Evelyn Knierim aus Lütjenburg mitbringt. Sie hat 2019 die 22-köpfige Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“ (RUD) für die Kreise Plön und Ostholstein gegründet, die für im Schnitt zwei Einsatzübungen pro Monat für Übungseinsätze angefordert wird. In Rantzau stellen sich neun Opfer, darunter Henry, Carl, Nicklas, Martin, Frederik, Pascal und Charlin unentgeltlich zur Verfügung. Sie alle kommen aus medizinischen Berufen oder sind selbst in der Feuerwehr.

Die Wehren wissen von vornherein nicht, wie viele Verletzte es zu retten gilt. Sonst wäre es ja keine realistische Übung. Einige der Aktiven kümmern sich um die lebenden Verletzten (und zwei Dummys), die es zu betreuen gilt, bis der Notarzt kommt, andere schneiden mit Schere und Spreizer zwei Unfallopfer aus der Karosserie des Wagens, wieder andere fahren mit Löschfahrzeugen zu einem nahe gelegenen Gewässer oder bauen die Wasserversorgung für die Drehleiter der Plöner Wehr auf.

„Alles gut gelaufen, auch wenn es in der ersten halben Stunde eine kleine Chaosphase gab, wenn alle ankommen und Abschnitte eingeteilt werden“, meint Schade, seit fünf Jahren Gemeindewehrführer in Rantzau. Für ihn war es die erste Großübung auf Rantzauer Gebiet. Besonders gut fand er, dass manches habe ausprobiert werden können. Zum Beispiel, wie gegen den Nebel für freie Sicht Druckluft eingesetzt worden sei. Oder dass junge Leute Gelegenheit bekamen, die Karosserie des Unfallfahrzeugs zu öffnen und die Insassen zu bergen. Wer Lust hat, in der Gruppe RUD mitzuwirken, meldet sich bei Evelyn Knierim unter Telefon 0176/38057708.

Von Orly Röhlk | 18.09.2022, 10:19 Uhr
 
 

sonstige Informationen

Einsatzbilder

 

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